USA – Mix der Kulturen
USA – Mix der Kulturen
Verfasser: Michael

USA – Mix der Kulturen

Die USA bilden eine faszinierende Gemeinschaft aus vielen unterschiedlichen Kulturen. Über viele Jahrhunderte hinweg sind Millionen von Menschen aus der gesamten Welt in dieses Land gekommen und haben sich hier niedergelassen. Sie alle haben dazu beigetragen, eine Nation zu erschaffen, die sich durch eine unglaubliche Vielfalt und Kreativität auszeichnet. So unterschiedlich die Menschen sein mögen: Eine große, gemeinsam empfundene Freiheitsliebe schweißt sie fest zusammen.

Kulinarik

Die vielen Einwanderer aus den unterschiedlichsten Regionen der Erde haben ihre kulinarischen Traditionen in eine große, bunte Landesküche einfließen lassen. Hinzu kommen die Lebensmittel, die von den Native Americans, den Ureinwohnern, kultiviert wurden. Mais, Kartoffeln, Tomaten, Bohnen, Chilischoten, Ahornsaft oder Kürbisse waren dem Rest der Welt (vor der Entdeckung Amerikas) unbekannt. Entstanden sind z. B. Texmex-Gerichte wie Tacos, grüne Tomatensalsa oder die herrlichen Quesadillas – üppig mit Käse gefüllte Tortillas, die in der Pfanne ausgebacken werden. Oder die rustikale Cajun-Küche aus New Orleans: Sie verbindet kreolische und afrikanische Einflüsse zu wunderbaren Rezepten wie Gumbo oder Jambalaya – ein würziger Eintopf aus Reis, Gemüse, Chorizo, Meeresfrüchten und Huhn. Besonders beliebt ist das Soul Food. Diese Küche geht hauptsächlich auf afroamerikanische Traditionen zurück. Zu ihr gehören Spareribs, Chicken Wings und Hushpuppies.

Kunst und Brauchtum

Kunst und Musik aus den USA haben unser aller Leben grundlegend beeinflusst. Ein vorher unbedeutender Stadtteil von Los Angeles wurde Anfang des vorigen Jahrhunderts zum Zentrum der amerikanischen Filmindustrie: Hollywood. Von hier kommt der Stoff, aus dem unsere Träume sind. Die Stars und Sternchen, die Hollywood hervorgebracht hat – viele von ihnen im berühmten „Walk of Fame“ verewigt – sind aus unserer Alltagskultur nicht mehr wegzudenken. Genauso wie die Musik, die ebenfalls in den USA ihren Ursprung hat: der Rock`n´Roll. Er entstand aus den einzigartigen amerikanischen Musikrichtungen Jazz, Blues und Country.
Besonders leidenschaftlich begehen Amerikaner ihre Feiertage. Von Thanksgiving über Weihnachten und Neujahr bis zu Independence Day und Veterans Day – alle werden ausgiebig mit großen Familienessen, Feuerwerken und öffentlichen Versammlungen zelebriert.

Handwerk und Tradition

Kennst du das Bild „Mittagspause auf einem Wolkenkratzer“? Es zeigt elf Bauarbeiter, die Pause machen und dabei ungesichert auf einem Stahlträger sitzen. Es wurde im Jahr 1932 beim Bau des Empire State Buildings aufgenommen. Die Arbeiter sitzen mit baumelnden Beinen in der 69. Etage, etwa 250 Meter frei über dem Boden. Dieses Bild fängt auf unnachahmliche Weise den Spirit und das Selbstbewusstsein dieser Männer ein, die entschlossen waren, die damals höchsten Gebäude der Welt zu errichten und dafür ihr Leben riskierten. Sie nennen sich Skywalker und gehören zu den Mohawks, einem Irokesenstamm der amerikanischen Ureinwohner. Noch heute sind sie aktiv und ohne sie wären weder die New Yorker Skyline noch die Golden Gate Bridge entstanden.

Geschichte

Als Christoph Columbus im Jahr 1492 den amerikanischen Kontinent entdeckte, glaubte er, in Indien gelandet zu sein. Weil er diesen Glauben noch bis zu seinem Tod beibehielt, durfte ein anderer Seefahrer Namenspate der Neuen Welt werden: der italienische Kaufmann Amerigo Vespucci. Er umsegelte und erforschte die Ostküste und erkannte, dass es sich um neuentdecktes Land handeln musste.
Anschließend strömten Engländer, Franzosen und Spanier auf der Suche nach Bodenschätzen und ein besseres Leben in die unbekannten Gebiete. In Nordamerika gründeten sie Kolonien, die heute noch die Grundlage der 50 Staaten der USA bilden. Heute sind die Vereinigten Staaten nach Russland und Kanada flächenmäßig der drittgrößte Staat der Welt.

Religion

Die Religionsfreiheit spielt in den USA eine große Rolle. Viele Siedler kamen, weil sie ihre Religion freier als in ihrem Ursprungsland ausüben konnten. Deshalb gibt es so viele religiöse Untergruppen wie Quäker, Baptisten, Methodisten, Lutheraner, Presbyterianer, um nur einige zu nennen. Multikulturelle Einflüsse haben auch die Gottesdienste stark geprägt. Sie haben einen völlig anderen, irgendwie lebensfroheren Stil als in Europa. Es darf geklatscht, getanzt, dazwischengerufen und spontan gesungen werden. Kirche hat einen sehr starken sozialen Aspekt und wird von den Menschen sehr intensiv als Gemeinschaft gelebt.

Architektur und Landschaft

Wolkenkratzer und Häuser im Kolonialstil, weite Wüsten und dichtgedrängte Innenstädte – die USA sind auch eine Nation der großen Kontraste. Die grandiosen Nationalparks mit ihrer endlosen Natur bilden einen starken Gegensatz zu hochmodernen Bauwerken.
Im Silicon Valley – früher eine Einöde in der Nähe von San Francisco – wird nichts Geringeres als unsere Zukunft erdacht. Auf der Route 66 kannst du in einem Roadtrip von Los Angeles quer über den Kontinent bis nach Chicago fahren.

Sprache und Menschen

Englisch ist zwar die Hauptsprache in den USA, aufgrund der ethnischen Vielfalt sind jedoch noch viele andere Sprachen vertreten. Die zweithäufigste Sprache ist Spanisch, dann folgen Chinesisch, Französisch und Deutsch. Uramerikanische Sprachen wie Navajo oder Dakota werden ebenfalls noch aktiv gesprochen.
Die Menschen in den USA sind größtenteils freundlich, locker und entspannt. Schließlich wurde hier die Coolness erfunden. Im Trubel Haltung bewahren, sich nicht antreiben lassen, das Basecap verkehrt herum aufsetzen und im Club eine Sonnenbrille tragen – you got it, dude!